Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin

Geschichte der TCM

Geschichte – Die ersten Einflüsse auf die TCM stammen schon aus der chinesischen Frühzeit ab c.a. 2600 vor Christus. Aus dieser Zeit stammen unter anderem das Orakelwesen, was beispielsweise mit dem Yijing (auch I Ging) heute auch im Westen populär geworden ist, und die Dämonenmedizin. Im chinesischen Altertum, ab c.a 1030 vor Christus, wurde die Traditionelle Chinesische Medizin vor allem von den zwei neuen philosophischen Richtungen Daoismus und Konfuzianismus beeinflusst. Beide sind noch heute Hauptansatzpunkte der TCM. In der Zhou-Dynastie (1066 – 256 v. u. Z) kam es zu einer bedeutenden Entwicklung der Heilkunst mit präzisen Vorstellungen vom menschlichen Körper und seinen Krankheiten.

Das älteste TCM-Lehrbuch, das „Huang Di Nei Jing“ (der Klassiker der inneren Medizin des Gelben Kaisers) ist ca. 200 Jahre vor Christus geschrieben worden und gilt im Osten wie im Westen heute noch als wichtige Grundlage einer fundierten Ausbildung in Chinesischer Medizin. Es belegt, wie früh es in China schon zu einer differenzierten Betrachtung der Natur, des mensch­lichen Wesens, der Ursachen von Krankheit und deren Behandlung kam.

“Lieber Ordnung zu bewahren, als Unordnung zu korrigieren, das ist das Letzte Prinzip der Weisheit. Eine Krankheit zu heilen, nachdem sie aufgetreten ist, das ist, als grabe man einen Brunnen erst, wenn man durstig ist, oder als schmiede man erst dann Waffen, wenn der Krieg bereits ausgebrochen ist.”

– aus dem Buch Huang Di Nei Jing

In der chinesischen Neuzeit, wurde der Konfuzianismus restauriert und die Gedanken des Buddhismus und des Daoismus wurden integriert. Den Höhepunkt erreichte die TCM zur Zeit der Ming-Dynastie (1368 – 1644). Die Systematisierung der Meridiane sowie der Akupunkturpunkte erfolgte während dieser Phase. Während der Ming-Dynastie schuf Li Shizhen (1518-1593) das berühmte Bencao Gangmu (Grundzüge der Wurzeln und Kräuter), in der er die Eigenschaften medizinischer Zutaten bespricht. Das Werk besteht aus 52 Schriftrollen und enthält 1892 Arzneien und 11096 Rezepturen. Es gilt heute als „Schatzhaus der chinesischen Medizin“.

Heute wird TCM zunehmend im Westen angewandt.  1951 wurde in Deutschland die erste Gesellschaft für Akupunktur gegründet. In den 70er Jahren erlebte die TCM mit der Öffnung Chinas einen Boom im Westen. Die Chinesische Medizin ist die traditionelle Medizin mit dem größten Verbreitungsgebiet, besonders die Akupunktur wird heute weltweit praktiziert.

 

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